Altersstruktur in Sternhaufen
Nimmersatte Sternhaufen
![]() © NASA, ESA, Digitized Sky Survey 2
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Omega Centauri ist mit rund 2,5 Millionen Sonnenmassen nicht nur der massereichste Kugelsternhaufen, er enthält auch drei unterschiedliche Sterngenerationen.
Unterschiedliche Generationen in einem Sternhaufen
„Sterne werden in Sternhaufen geboren“, erläutert Jan Pflamm-Altenburg vom Argelander-Institut für Astronomie der Universität Bonn. Dazu muss sich das Gas der Galaxie, das hauptsächlich aus Wasserstoff und Helium besteht, verdichten. Es entstehen kompakte Gaswolken, die sich lokal immer weiter zusammenballen. So werden in einem Zeitraum von etwa zwei bis drei Millionen Jahren eine ganze Anzahl von Sternen geboren, die räumlich zusammen bleiben. Das restliche Gas verschwindet aus diesem Haufen, weil es durch die dort herrschenden hohen Temperaturen von etwa einer Million Grad Celsius verdrängt wird.„Das Alter der so gebildeten Sterne kann also nur um ein paar Millionen Jahre variieren“, so Pflamm-Altenburg weiter. „Demnach müssten alle Sternenhaufen aus Sternen etwa gleichen Alters bestehen. Das ist aber bei schweren Kugelsternhaufen nicht der Fall. In ihnen findet man Sterne aus verschiedenen Generationen. Ihr Alter ist nicht etwa kontinuierlich verteilt, sondern es gibt Altersstufen.“ Dieses Phänomen ist schon lange bekannt, aber bisher gab es dafür keine befriedigende Erklärung. Deshalb machte er sich zusammen mit Professor Dr. Pavel Kroupa daran, Lösungen dafür zu finden.