Durchmusterung des Mikrowellenhimmels
Plancks erster Blick auf Galaxienhaufen
![]() © ESA/ LFI & HFI Consortia;
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Das Gas des Coma Galaxienhaufens sichtbar im Sunyaev-Zel'dovich Effekt (Farben) und im Röntgenlicht (Konturlinien).
Planck entdeckte das SZ-Signal eines bisher unbekannten Superhaufens, der aus drei Galaxienhaufen besteht. ESAs XMM Newton Teleskop bestätigte die Existenz dieses Superhaufens durch die Messung von Röntgenstrahlung der drei Galaxienhaufen. Das SZ-Signal zeigt möglicherweise eine zusätzliche Struktur, ein Gasfilament zwischen den Galaxienhaufen. Diese Beobachtung liefert wichtige Hinweise auf die Verteilung von Gas auf sehr großen Skalen im Kosmos.
Plancks Hauptziel ist es, das älteste Licht des Kosmos aufzufangen, den CMB, und für neun Frequenzbänder zwischen 30 bis 857 GHz Himmelskarten anzufertigen. Solch eine breite spektrale Empfindlichkeit ist wesentlich, um alle Störquellen vom CMB entfernen zu können, sodass das genauestmögliche Bild des frühen Universums angefertigt werden kann. Sie macht auch Planck zu einem exzellenten Jäger von Galaxienhaufen mit Hilfe des Sunyaev-Zeld'ovich Effektes.
Quelle: Max-Planck-Institut für Astrophysik