Woche 33
Wie kam Saturn zu seinen Ringen?
![]() © NASA/JPL/Space Science Institute
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Die dem Bild zugrunde liegenden Einzelaufnahmen machte die Raumsonde Cassini am 19. Januar 2007. Um auch den dunklen Teil der Ringe abzubilden, wurden Belichtungs-Zeiten verwendet, die den Saturn selber überbelichtet beziehungsweise weiß darstellen. Ein Teil der Ringe liegt in Saturns Schatten.
Über den Ursprung der Saturnringe wird noch diskutiert, aber Modellrechnungen und Messungen der nach Cassini benannten Raumsonde legen nahe, dass das Ringsystem bereits bei der Bildung des Sonnensystems vor rund 4,6 Milliarden Jahren aus einer Staub- und Eiswolke entstand. Wie die Aufnahmen der Cassini-Sonde zeigen, werden die Ringe zudem laufend mit Material von einigen der Monde gespeist, die in den Ringlücken den Saturn umkreisen. Zum Beispiel verteilt ein kleiner Mond sein Material entlang seiner Umlaufbahn und bildet auf diese Weise den so genannten G-Ring. Die Ringe des Saturns wurden in der Reihenfolge ihrer Entdeckung benannt und werden von innen nach außen als D-, C-, B-, A-, F-, G- und E-Ring bezeichnet.
Der E-Ring wird vom Mond Enceladus gespeist. Beobachtungen - ebenfalls von der Raumsonde Cassini - zeigen, dass Geysire auf Enceladus salzhaltige Eispartikel ins All schleudern, die in den E-Ring wandern und sich dort ansammeln. Man vermutet daher, dass sich unter der Oberfläche von Enceladus ein Ozean verbirgt.
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DLR-Deutsches Zentrum für Luft und Raumfahrt