"Mars500"-Isolationsstudie
Virtueller Marsflug startet am 31. März
![]() © DLR
|
Die Mars500-Isolationskammer im IBMP in Moskau besteht aus mehreren Modulen. Der Wohn- und Arbeitsbereich ist in der langen Röhre (links) untergebracht, die künstliche Marsoberfläche oberhalb davon (rechts).
- » 1 - Große deutsche Beteiligung an "Mars500"-Isolationsstudie in Moskau
- » 2 - Menschlicher Organismus und menschliches Verhalten im Visier
- » 3 - Simulation einer mehr als 500tägigen Reise zum Mars und wieder zurück
- » 4 - Nur drei Quadratmeter Privatsphäre
Große deutsche Beteiligung an "Mars500"-Isolationsstudie in Moskau
Die bei "Mars500" vorherrschenden Rahmenbedingungen bilden eine einzigartige Testumgebung. Erstmals wird eine so genannte elektronische Nase, ein tragbares Gas-Sensorsystem zum Aufspüren mikrobakterieller Verunreinigung, seine Einsatztauglichkeit unter Beweis stellen. Ziel der hier federführend beteiligten Forschungszentren - IBMP, DLR und UFT (Zentrum für Umweltforschung und nachhaltige Technologien der Universität Bremen) - ist es, das Gerät für den Einsatz im russischen Segment der Internationalen Raumstation ISS zu qualifizieren. Im Inneren der russischen Vorläufer-Station MIR hatten Wissenschaftler zahlreiche, teilweise mutierte Bakterien- und Pilzarten nachgewiesen. Diese befanden sich hauptsächlich auf kalten Materialoberflächen, in deren Umgebung Kondenswasser vorhanden war. Zerstörte Glas-, Kabel- und Plastikteile waren die Folge. Gerade bei einer Langzeitmission, zum Beispiel zum Mars, würde das unkontrollierte Wachstum solcher Kulturen ein gravierendes Problem darstellen. Die von der Firma Airsense Analytics mit finanzieller Förderung durch das DLR entwickelte elektronische Nase könnte ein Lösungsansatz sein: Sie ist in der Lage, Gerüche zu erlernen und wiederzuerkennen. Sie liefert objektive Ergebnisse im Minutentakt.