Messenger untersucht innersten Planeten
Merkur im Visier
![]() © NASA/JHU-APL /Carnegie Institution of Washington
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Am 29. September 2009 wird die NASA-Raumsonde MESSENGER (MErcury Surface, Space ENvironment, GEochemistry, and Ranging) kurz vor Mitternacht zum dritten Mal auf ihrer bislang fünfjährigen Reise am Merkur vorbeifliegen (künstlerische Darstellung). Dabei wird sich der Planetenspäher dem innersten und kleinsten Planeten des Sonnensystems bis auf 228 Kilometer nähern.
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- » 3 - Mineralogische Klassifizierung des Merkur
Messenger schließt Lücken auf der Merkur-Landkarte
Die Raumsonde MESSENGER der amerikanischen Weltraumbehörde NASA ist nach Mariner 10, die in den 70er-Jahren dreimal am Merkur vorbeiflog, erst die zweite Sonde, die den mit 4900 Kilometer Durchmesser kleinsten Planeten des Sonnensystems aus der Nähe erkundet. Damals konnte nur knapp die Hälfte der Merkuroberfläche beobachtet werden. Bei seinem Vorbeiflug am Dienstag wird sich der Planetenspäher dem Himmelskörper bis auf 228 Kilometer nähern. Abgebremst durch die Schwerkraftwirkung des Merkur verändert MESSENGER ihre gegenwärtige Bahn um die Sonne: Sie gerät auf den optimalen Kurs, um in anderthalb Jahren auf eine Umlaufbahn des Merkur einzuschwenken.
Der Merkur ist der am wenigsten erforschte Planet des inneren Sonnensystems; seine Nähe von knapp 60 Millionen Kilometern zur Sonne macht ihn für Raumsonden schwer erreichbar. Durch die beiden ersten Merkurvorbeiflüge von MESSENGER am 14. Januar und am 6. Oktober 2008 sind etwas mehr als 90 Prozent der von Kratern und erstarrten Lavaströmen bedeckten Oberfläche erfasst.